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26.09.2018

100 Sechstklässler paddeln auf der Weser

Ein Bericht der Kanutour unseres 6. Jahrgangs aus Lehrersicht
 


Es ist früh am Freitagmorgen, die Sonne lacht, der Himmel ist tiefblau, die Weser fließt ruhig dahin, warme Sommerluft verwöhnt die Haut - ein Tag wie gemalt. Am Weseranleger am Ende der Breslauer Allee versammeln sich über 100 Sechstklässler zu einer gemeinsamen Kanutour Weser-abwärts bis Fuhlen. Die Wiese füllt sich mit gut gelaunten Mädchen und Jungen im sportlichen Outfit, aufgeregtes Rufen ist zu hören,  Autos mit Bootsanhängern werden neugierig betrachtet, Klassen versammeln sich mit ihren Lehrer/innen und Begleitpersonen im Kreis. Ansagen erfolgen, Fragen werden beantwortet.


Und dann geht’s los: Der Kanulehrer, ...., bittet um Ruhe und erklärt die nächsten Schritte. Dann müssen alle Kinder mithelfen, die Boote von den Anhängern zu heben, Rettungswesten anziehen, Paddel nehmen, wasserdichte Gepäcksäcke in die Boote legen, ihre Sachen verstauen und Teams bilden. Kaum vorstellbar, dass aus diesem "Gewusel" ein Kanuausflug werden soll/kann. Doch endlich ist es soweit: nachdem alle Schülergruppen startklar in ihren Booten sitzen und die wesentlichen Regeln zum Paddeln und Steuern eines Kanus erklärt worden sind, geht es aufs Wasser. Einige Bootsbesatzungen "haben den Bogen schnell raus" und ziehen richtig durch, andere drehen sich mit ihrem Kanu im Kreis, wieder andere tauschen nach den ersten Metern schon die Positionen. Viel Lachen und Gekreische ist  zu hören! Im Uferbereich plantschen die ersten Schwimmer, die ein gekentertes Boot  umdrehen und ein Handy vorm Untergehen retten müssen .Doch je länger die Gruppe unterwegs ist, desto besser spielen sich die Teams ein und desto ruhiger wird es. Mit der Strömung dahinzugleiten  macht richtig Spaß. Und wer hat auch vorher schon mal die Landschaft an der Weser vom Fluss aus gesehen? Zwischendurch sammeln sich die 35 Boote am Uferbereich zu einem kleinen Picknick. Anschließend geht’s weiter – jetzt schon viel selbstverständlicher und gekonnter. An der Ausstiegsstelle unter der Brücke helfen die Schülerinnen und Schüler, die schon an Land sind, den Ankommenden beim Aussteigen und tragen die Boote gemeinsam an Land. Doch es gibt noch mehr Arbeit zu erledigen: Boote mit Schwämmen auswischen, Gepäcksäcke leeren und sauber machen, Kanus verladen. Da müssen die Lehrer/innen schon ein Auge drauf haben, dass sich der ein oder andere Schüler nicht "drückt"! Doch schließlich ist auch das geschafft und die Sechstklässler gehen mit ihren Begleitern durch die Feldmark zum Bahnhof Hess. Oldendorf, um von dort mit dem Zug nach Hameln zu fahren.
Das war sicher ein ganz besonderer Schultag, an dem nicht Deutsch und Mathe, sondern Sportlichkeit, Teamgeist, Verantwortungsübernahme und  gemeinsamer Spaß auf dem Plan standen.
LF